Du bist eine Mutter, wenn….

Du weißt, dass du eine Mama bist, wenn…

…du 1 bis X Kinder hast, du ständig Rotz, Spucke oder andere noch ekligere Substanzen an dir kleben hast, du von morgens bis abends am Rödeln bist und trotzdem kein Ergebnis siehst, du, wenn du mal ausnahmsweise nur Zeit für dich allein hast und für dich shoppen gehen willst, weil dir a) entweder kaum noch was passt oder b) deine Sachen langsam zu Fetzten zerfallen, mit wenig bis nichts für dich zurück kommst aber mit Tüten voll mit Sachen für deine Kinder. Du bist eine Mama, wenn du es ganze zwei mal im Jahr zum Frisör schaffst und dann, wenn er dir sagt, dass er deine Haare so schneidet, dass du sie offen tragen oder verschiedene Frisuren damit machen kannst, in Lachen ausbrichst, weil es genau zwei Frisuren gibt, für die du Zeit hast, nämlich Kämmen, Haargummi rein oder Kämmen, Haarspange rein. Du bist eine Mutter, wenn Duschen UND Haare waschen dir wie Luxus erscheinen und wenn dann noch außer dir ausnahmsweise niemand anderes im Bad dabei ist, fühlst du dich wie im Wellnessurlaub. Du bist Mutter, wenn du dich täglich vor riesigen Wäsche- und Geschirrbergen nicht retten kannst, wenn dir Kacke an der Hand nur ein leichtes Achselzucken entlocken kann, wenn dir vollgepinkelte Hosen und überquellende Windeln keinen Kommentar mehr Wert sind, wenn du jede Menge Pumps im Schrank hast aber seit Jahren aus den Sneakers nicht mehr raus kommst, wenn keiner deinen Namen mehr kennt und du nur noch als „Die Mutter von…“ vorgestellt wirst, wenn deine Kinder an Platz 1 bis X kommen und dann gaaaanz lange nichts.

Du bist Mutter, wenn du am Abend nach einem ewig langen Tag die Wahl hast zwischen Sex oder Schlafen und du dich in 97,5% der Fälle fürs Schlafen entscheidest, wenn du dich nach Sex an einem ganz verrückten, außergwöhnlichen Ort sehnst – dem Bett!, wenn du gar nicht mehr weißt wie es ist, alleine in einem Bett zu schlafen, ohne dass dir ein Ellbogen oder Knie ins Gesicht gerammt wird und wenn du seit Jahren nicht mehr ausgeschlafen hast. Du bist eine Mama, wenn du täglich an die hundert mal ein durchdringendes „Mamaaaa!“ an dein Ohr schallen hörst, wenn „bring mal, hol mach, mach mal“ deinen Alltag bestimmen, wenn du dich über das 1 Millionste Kritzelkratzelbild genauso freuen musst, als hättest du einen echten Monet überreicht bekommen, wenn du täglich noch vor 8 Uhr morgens darüber diskutieren musst, warum es jetzt kein Überraschungsei gibt, wenn du keine Ahnung vom Weltgeschehen hast und den Ausbruch des Dritten Weltkriegs erst bemerken würdest, sobald die ersten Bomben fallen, du aber ein Ass bist bezüglich der Protagonisten in Feuerwehrmann Sam oder Die Eiskönigin. Du bist Mama, wenn du kein einziges Lied der aktuellen Charts kennst aber dir keiner was vormachen kann was das Singen von „Aramsamsam“ oder „Zehn kleine Zappelmänner“ angeht.

Du bist eine Mutter, wenn du permanent rissige raue Hände hast, weil du ständig irgendwas putzt – Kinderhände, -gesichter, – popos, den Esstisch, die Arbeitsplatte, die Krümel vom Boden und mit dem Fingernagel undefinierbaren Dreck von Wänden und Schränken kratzt; ja allgemein bist du eine Mutter, wenn du dir vorkommst als wärst du zur Putzfrau degradiert worden, natürlich unbezahlt. Du bist eine Mama, wenn dein Hauptnahrungsmittel Kaffee ist und es einer Katastrophe gleich kommt, wenn du mal keinen mehr da hast, wenn du dir mittags um 12 die Frage stellst, ob es für Alkohol noch zu früh ist, du im 17 Uhr entscheidest, dass ein Gläschen Weißweinschorle ja nicht wirklich Alkohol ist und deshalb jetzt durchaus geht und du dich dann schließlich um 17.30 Uhr völlig entspannt mit den Kindern auf dem Spielteppich wälzt und Autos spielst. Du bist Mutter, wenn du leider regelmäßig genervt bist und manchmal das Gefühl hast überzuschnappen und du deshalb Baldrian nimmst, du nach genau einem Mal damit aufhörst, weil du merkst, dass Baldrian hundemüde macht und wenn du eins eh schon bist, dann ist es müde, du deshalb auf Johanniskraut umstellst und keine Wirkung spürst aber die Tabletten doch nicht absetzt, weil du nicht weißt, ob du dann nicht doch wieder völlig am Rad drehst, was keinem was bringt und du das Zeug deshalb weiter nimmst, ist ja schließlich nur pflanzlich.

Du bist eine Mama, wenn du einfach keine Zeit für gar nichts hast und deshalb erst mittags feststellst, dass du den ganzen Tag außer Kaffee noch nichts getrunken hast und wenn du erst bemerkst, dass du Hunger hast und es mal Zeit wäre etwas zu essen, wenn dein Magen laut vernehmlich knurrt. Dummerweise muss es ja immer schnell gehen und Schokoriegel und Co. sind so schön schnell nebenher gegessen, dass du trotztdem, dass du keine Zeit hast zu essen, nicht abnimmst. Du bist eine Mutter, wenn dein bester Freund der Staubsaugerroboter ist, der täglich läuft, weil es immer irgendwo knirscht. Zu dreiviertel des Jahres ist immer Sand in der Bude, der, trotzdem, dass du die Kinderschuhe immer vor der Tür ausziehst und die drei Tonnen Sand rausschüttelst, überall in der Wohnung zu finden ist, weil er aus der Hose/Windel/Poritze deines Kindes rieselt. Den Rest des Jahres hast du Dreck und Matsch zu Hause, die Kinder bringen Stöckchen und Steinchen mit, die du UNBEDINGT aufheben muss, die du dann , ups, aus Versehen wegwirfst oder von deinem Freund, dem Roboter aufsaugen lässt. Du bist eine Mama, wenn du etwa zwei mal im Jahr die Zeit findest, dir eine Gesichtsmaske zu gönnen, diese aber, aus Zeitgründen, einwirken lässt, während du duschst/dich rasierst/ putzt oder dir endlich mal die Zehennägel schneidest bevor du dir Schuhe in einer Nummer größer kaufen musst.

Und du bist Mutter, wenn du dich morgens, ca. 5 Minuten nach dem Aufstehen darauf freust, wenn die Kinder abends endlich im Bett liegen, aber vor allem bist du eine Mama, wenn du dich abends, 5 Minuten nachdem deine Krümelmonster endlich selig schlafen, darauf freust, sie am nächsten Morgen wieder zu sehen.

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