Ein ganz normaler Tag

4.45Uhr Meine Tochter, die nach Dauergebrüll seit 21.45Uhr bei uns im Bett liegt, schreit wie am Spieß ganz plötzlich los und lässt sich durch nichts mehr beruhigen. Erst nachdem wir ihr etwas Wasser zu trinken gegeben habe, beruhigt sie sich und nach einigem Hin und Her Wiegen auf meinem Arm lässt sie sich wieder hinlegen. An Einschlafen ist nicht mehr zu denken, da sie zwar nicht mehr schreit sich aber ununterbrochen von links nach rechts wirft und mich dabei ständig in den Arm zwickt oder meine Hand festhält

5.30Uhr Madame brüllt erneut los wie am Spieß und jetzt hilft alles nicht. Der Papa erbarmt sich und steht mit ihr auf, mit dem Vorsatz, dann halt früher in die Arbeit zu gehen und früher wieder heim zu kommen. Ich bleibe liegen.

6.00Uhr Um Punkt sechs, vor 30 Minuten nachdem meine Tochter ihre Terrorattacke hatte, ich bin gerade nochmal eingeschlafen, stiefelt mein Sohn ins Schlafzimmer und fragt mich mit vorwurfsvoller Stimme, wann ich denn ENDLICH aufstehe, was ich dann notgedrungen auch mache.

7.00Uhr Wir haben alle gefrühstückt, das Kindergartenvesper ist gemacht, alle sind angezogen, der Papa ist aus dem Haus und ich musste unbedingt Schneewittchen vorlesen, erst dann erlaubt mein Sohn mir zu duschen, was ich mache, während die Kinder auf dem Badezimmerboden mit Lego spielen. Danach begehen wir unserem morgendlichen Ritual: Milch für den Mini-Mann, den dringend benötigten Kaffee für die Mama. Nebenher wird gespielt und danach endlich Zähne geputzt und Gesichter gewaschen. Ich will vorwärts kommen und da mein Kaffee noch nicht leer ist trinke ich den im Bad nebenher, während ich die Mäuse wasche.

8.05Uhr Sohnemann hat auf dem Weg zum Kindergarten wieder gejammert wie anstrenged es doch ist mit dem Laufrad zu laufen (wir brauchen etwa 3 Minuten!) Endlich ist er im Kindergarten abgegeben und ich eile den Kinderwagen schiebend noch schnell durch den Supermarkt und kaufe Babygläschen und anderes, damit meine Tochter nicht verhungern muss..

8.35UHr Wir sind vom Einkaufen zurück und ich flitzte mit dem Staubsauger schnell durch die Wohnung, weil es jetzt echt mal gemacht werden muss, bevor wir hier Sandburgen bauen können. Meine Tochter robbt dabei dem Staubsauger hinterher, sie hat Spaß und ist beschäftigt, aber und ich muss aufpassen, dass ich ihn nicht gegen sie knalle, immer wenn ich ihn ein Stückchen weiter ziehe.

8.55Uhr Ich bin fertig mit saugen, packe Madame wieder dick ein und wir laufen zur Post, die um 9 Uhr endlich aufmacht, wo ich das große Paket, das ich quer über den Kinderwagen balanciere, so dass ich meine Tochter nicht mehr sehen kann, abgeben muss. Auf dem Rückweg macht sich das frühe Aufstehen bei meiner Tochter bemerkbar und ihr fallen immer wieder die Augen zu, weshalb ich sie volllabere um sie wach zu halten, denn sie soll gefälligst nachher in ihrem Bett schlafen – zu einer vernünftigen Zeit und so, dass ich nebenher etwas erledigt kriege.

9.20Uhr Wir sind wieder zu Hause und während meine müde Tochter auf dem Boden sitzend spielt, putze ich schnell die beiden Toiletten, wische den Frühstückstisch ab und bringe die Küche auf Vordermann. Jetzt sieht es beinahe nicht mehr wie nach einem Bombeneinschlag aus.

9.50Uhr Ich füttere meine Tochter, mache ihr eine frische Windel und dann spielen wir ein bißchen zusammen, während ich einen weiteren Kaffee trinke

10.20Uhr Töchterchen liegt im Bett und schläft. Während ihres Schläfchens muss ich vier mal rein um sie zu beruhigen und wieder in den Schlaf zu wiegen. Die Zeit dazwischen nutze ich – zum Bloggen 🙂

12.20Uhr Madame ist wach. Zwei Stunden schlafen mit vier mal rein zum beruhigen – ich bin zufrieden.

12.50Uhr Das Mittagessen ist gekocht, Erbsen. Fleisch und Kartoffeln sind noch vom Vortag da. Ich trage die Kleine ins Bad und wasche mir nach Tagen mal endlich wieder die Haare bevor es zu ekelig wird. Während ich sie föhne schaut sie ganz neugierig und ich bin froh, dass die Phase, als sie geheult hat, sobald der Föhn an war, vorbei ist.

13.20Uhr Meine Tochter ist abgefüttert mit zermatschen Kartoffeln und Erbsen

13.40Uhr Ich wickele die satte Kleine, wir spielen ein bißchen zusammen, dann wasche ich noch schnell eine Pfanne sowie einen Berg Kochlöffel ab, bevor wir anschließend  zum Kindergarten flitzten um den Mini-Mann abzuholen, von wo wir um 14.10Uhr zurück sind. Beide Kids sind zu Hause, jetzt beginnt der anstrengende Teil des Tages.

14.35Uhr Sohenmann hat, natürlich erst nachdem es etwas Süßes gab, sein Mittagessen gegessen, ich habe nebenher seine Vesperdose ausgepackt, den Sand aus seinen Schuhen gekippt, der motzenden Tochter einen Keks in die Hand gedrückt. Anschließend schmeiße ich schnell die Waschmaschine an, damit mein Sohn morgen nicht nackt in den Kindergarten muss, dann spielen wir und lesen Bücher bis um 15.30Uhr unser Besuch kommt, eine Freundin mit ihrer Tochter. Der Altersunterschied der drei Kinder ist zu groß, so dass jedes mit sich selbst spielt bzw. das einzige was sie gemeinsam machen ist ums Spielzeug streiten. Als hätten wir nicht ungefähr 8.000 verschiedene Sachen kämpfen sie grundsätzlich immer um das selbe Spielzeug, klar. Während dieser Zeit trinke ich Kaffee Nummer 3 und 4.

17.30Uhr Der Besuch geht, wir, also hauptsächlich ich, räumen auf und spielen und hoffen, dass der Papa endlich heim kommt. Eigentlich wollte er ja heute früher heim kommen…..

18.15Uhr Die Kleine hat ihr Abendessen gegessen ohne dabei einzuschlafen. Sie ist soooo müde. Klar, nach dem Theater heute morgen. Mein Sohn will kein Abendessen mehr, nachdem er sich den ganzen Mittag über mit Kuchen, Brezel und Keksen vollgestopft hat.

18.20Uhr Ich starte mit den Vorbereitungen fürs Abendessen muss diese aber gleich wieder abbrechen, da mein Sohn vor Müdigkeit fast von der Arbeitsplatte kippt, auf der er sitzt um mir zuzuschauen, und da außerdem meine Tochter wieder einmal weint. Ich wasche beide Kinder unter Gemaule, stecke sie in ihre Schlafanzüge und wir spielen, während wir immer noch auf den Papa warten, der im Verkehr feststeckt. Derweil ertrage ich etwa 532 Mal die Frage, wann denn der Papa endlich heim kommt.

19.10Uhr Der Papa ist endlich da, was auch Zeit wird, da Madam dringen ins Bett muss, der Sohn kurz vorm Heulen war, weil er seinen Papa so vermisst und ich nervlich am Ende bin

19.20Uhr Ich habe meine Tochter in den Schlaf gewiegt und flitze anschließend schnell in den Trockenraum um die Wäsche, die seit drei Stunden fertig in der Waschmaschine liegt, aufzuhängen

19.35Uhr Ich bin wieder in der Wohnung und widme mich endlich den Vorbereitungen fürs Abendessen

19.55Uhr Das Essen köchelt vor sich hin und mein Sohn, der mit dem Papa im Arbeitszimmer ein bißchen Feuerwehrmann Sam angeschaut hat, kommt ins Wohnzimmer um sich noch eine Geschichte vorlesen zu lassen. Das ist normalerweise mein Job, aber heute muss der Papa ran, da der Mini-Mann Papa-Entzug hat. Aber er ist so fertig und müde, dass er sich problemlos nach drei kurzen Geschichten ins Bett bringen lässt. Von Papa.

20.30Uhr Wir sind fertig mit dem Essen, das Fernsehen gibt nichts her, also spielt mein Mann etwas am PC und ich versuche im Internet herauszufinden wie schlimm es ist, dass meine Mutter auf eine Phishing Email reingefallen ist.

21Uhr Ich kenne mich jetzt aus mit dem Thema Phishing. Ich surfe noch etwas im Internet, räume ein, zwei Sachen auf, nebenher läuft ein schlechter deutscher Film, bei dem ich nicht zuhöre.

22.15Uhr Ich bin seit knapp 18 Stunden wach. Daher beschließe ich jetzt ins Bett zu gehen, denn ich weiß jetzt schon, dass die Nacht bald zu Ende ist.

22.40Uhr Ich gehe ins Kinderzimmer und schiebe meinen Sohn, der auf dem Rücken liegt, mit dem Oberkörper im Bett, die Beine komplett draußen hängend, wieder ins Bett zurück. Dann angle ich die Bettdecke vom Boden und decke ihn zu und bin froh, dass Madame dabei nicht wach geworden ist.

00.30Uhr Meine Tochter brüllt und ich eile im Halbschlaf ins Kinderzimmer und beruhige sie. Der Rest der Nacht, die wenigen Stunden bis es um 6 Uhr wieder los geht, ist schnell vorbei.

 

 

 

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