Die Geburtstagswoche

Unglaublich! Meine Tochter wird 1. Schon. Schnief, heul, jetzt ist sie offiziell kein Baby mehr.  Und der erste Geburtstag muss natürlich – auch wenn es das Geburtstagskind nicht die Bohne interessiert – gefeiert werden. Da Madame an einem Dienstag Geburtstag hat wird mit der Familie am Sonntag gefeiert. Und bis dahin war es ein weiter Weg….

Hier meine Highlights/ Lowlights der Geburtstagswoche:

Montag

Der Tag fängt gut an. Nachdem unsere Fernbedienung für den Fernseher seit fast zwei Wochen verschwunden ist haben wir eine neue gekauft. Natürlich haben wir erst mal die ganze Wohnung von Kopf bis Fuß auf den Kopf gestellt. Irgendwo muss das Ding ja sein. Alle Schränke und Schubladen durchgeguckt, mehrfach. Die Ritzen der Couch abgetastet (Habt ihr das mal gemacht? Mega eklig was sich da alles findet), mit der Taschenlampe in die hintersten Winkel geleuchtet. Nichts. Die Fernbedienung ist weg. So. Und nachdem wir jetzt fast zwei Wochen lang für jedes Ändern der Lautstärke etc wie vor Jahrzehnten zum Fernseher vorgedackelt sind haben wir am Sonntag die neue Fernbedienung in Betrieb genommen. Und heute taucht die alte plötzlich wieder auf! In meiner Wickeltasche! Die ich zwei mal durchsucht habe! Offensichtlich nicht gründlich genug. Wie sie dahin gekommen ist ist klar. Töchterchen liebt es Sachen einzuräumen. Wohl auch die Fernbedienung in die Tasche.

Die gute Laune ist alledings bald weg. Am Mittag bekomme ich Bauchschmerzen. Abends will Sohnemann kein Abendessen was kein Ding ist, da er ja den ganzen Tag lang nichts anderes macht als essen. Leider fällt ihm dann um 20.10Uhr, als er endlich ins Bett soll, ein, dass er einen Bärenhunger hat. Ich könnte schreien vor Ärger, weil ich mich mittlerweile so schlecht fühle, dass ich selbst bloß noch ins Bett will. Egal. Das Kind geht vor. Als er endlich pennt dekoriere ich noch schnell das Wohnzimmer für den morgen anstehenden ersten Geburtstag. Mein Sohn erwartet das, er kennt es nicht anders. Um 21.30Uhr liege ich dann völlig fertig im Bett.

Dienstag

Meine Tochter hat Geburtstag. Leider fängt der Tag bescheiden an. Sie war um 4.20Uhr wach und nachdem ich sie beruhigt habe schlafen alle weiter. Außer mir. Ich liege wach und denke über tausend Dinge nach. Als die Kinder dann zum Aufstehen rufen bin ich total übermüdet. 7.20Uhr: Ich stehe heulend in de Küche. Mein Sohn fordert und fordert und ich bin einfach nur platt. Ich kann nicht mehr. Manchmal ist es einfach zu viel und heute ist es soweit. Während er heulend und keifend auf seinem Stuhl am Frühstückstisch sitzt, stehe ich in der Küche und kann die Tränen nicht mehr zurück halten. Das i-Tüpfelchen ist, dass mein Sohn mir mit verrotztem, zornigen Gesicht vorwurfsvoll entgegen schleudert:“ Mama, du darfst nicht weinen! Nur Jungs dürfen weinen, Mädchen nicht!“ Aha. Ich bin zu fertig um den lustigen Teil daran anzuerkennen und darüber zu lachen. Meine Bauchschmerzen sind wieder da und dass ausgerechnet heute ein Riesentheater beim Abgeben im Kindergarten mit Festklammern an meinem Bein ansteht, passt mir gar nicht. Zu Haus lege ich mich beim Mittagschlaf meiner Tochter auch hin, so am Ende bin ich. Danach geht es mir nicht besser, im Gegenteil, jetzt habe ich auch noch Kopfschmerzen. Als wir den Terror-Mini vom Kindergarten abholen kommen wir auf dem Rückweg auch noch voll in den Regen. Passt ja. Um 20.45Uhr liege ich im Bett und bin froh, dass meine Tochter noch nicht versteht wie beschissen ihr Geburtstag verlief.

Mittwoch

Gott sei Dank, es geht mir besser. Kein Kopfschmerz, kein Bauchweh und die Nerven haben sich über Nacht regeneriert, so dass der totale Nervenzusammenbruch doch noch mal verschoben  werden konnte. Juhu. Im Kindergarten ist allerdings wieder Theater beim Sohnemann Abgeben. Diese Woche ist der Wurm drin. Zu Hause fange ich an Kisten mit Babyklamotten zu sichten für den Kleiderbasar am Samstag, der neben der Geburtstgagsfeier auch noch vorbereitet sein will.

Donnerstag

Die Nacht war super! Und das ist nicht ironisch gemeint. Ich bin fit. Mein Mann allerdings ist jetzt krank. Und kranke Männer… Naja, ihr wisst ja 🙂 Also macht er Homeoffice, was einerseits ganz nett ist, andererseits aber bedeutet, dass noch eine Person mehr im Weg rum steht und Unordnung macht. Im Kindergarten geht es weiter wie gehabt. Sohn heult, ich gehe und lasse ihn zappelt und schreiend in den Armen der Erzieherin zurück. Und ich gebe zu: es ist mir egal. Rabenmutter. Jetzt geht´s erstmal einkaufen fürs Backen. Backen für den Geburtstag und für den Kleiderbasar, denn natürlich ist diesmal unser Kindergarten mit Kuchenverkauf dran und so hab ich die Dreifachbelastung: Backen für den Geburtstag, backen für den Basar und den Verkauf der Klamotten vorbereiten. Langweilig wird´s mir nicht. Am Abend ist Mädelsabend und es ist entspannt und ich kann endlich mal abschalten

Freitag

Als Mama bin ich super hellhörig. Und so bin ich wach, als mein armer kranker Mann (nur ein bißchen ironisch ) um 4.30Uhr pinkeln geht. Toll ist, dass ich anschließend wieder einmal nicht einschlafen kann. Ick froi mir. Um 5.22Uhr ist dann auch meine Tochter wach und ivh bin einfach nur zu müde um mich über die Uhrzeit zu ärgern. Im Kindergarten diskutiere ich wieder mit meinm Sohn warum er dort bleiben muss. Wenigstens heult er heute nicht. Zu Hause backe ich dann die Kuchen für den Kleidermarkt und für den Geburtstag.

Samstag

Von 9 bis 13 Uhr verkaufe ich auf dem Kleidermarkt und bin zufrieden. Zufrieden damit wie es läuft und zufrieden, weil ich ganze vier Stunden ohne Kinder verbringe kann. Herrlich! Zu Hause versuche ich das Chaos zu ignorieren, dass Einzug eingehalten hat, während ich weg war. Das Verziehen des Geburtstagskuchens steht an, ebenso das Aufräumen für dir morgige Geburtstagsfeier.

Sonntag

Die Wohnung wird dekoriert. Die Gäste kommen. Das Wetter ist fantastisch und wir grillen, alles klappt, alle sind zufrieden, selbst meine Tochter heult irgendwann nicht mehr . Und als die das erste mal in ihrem Leben einen Kuchen essen darf, explodiert ihr Gesicht in Freude und Begeisterung. Es lebe der Zucker! Da die Kinder noch auf dem Wasserspielplatz waren freue ich mich jetzt auf das Saugen, Putzen, Wischen, Aufräumen, Abwaschen etc am nächsten Tag. Die Woche ist geschafft. Ich auch.

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