Die Adventskalender-Inflation ( + Tipps fürs Befüllen und Verpacken)

Es ist wieder so weit. Gerade ist Weihnachten erst rum, da steht plötzlich wieder Weihnachten vor der Tür. Und damit auch die Zeit der Adventskalender. Braucht Kind. Ganz klar.

Mein Sohn ist drei und da wird ein Adventskalender schon regelrecht gefordert. Also habe ich, ganz die vorbildliche Mama, einen selbst gebastelt. 24 kleine Geschenke mit Dingen, die Sohnemann bestimmt gefallen werden, ein Teil davon natürlich Süßkram. Jetzt hat Oma 1 es sich nicht nehmen lassen, einfach so auch einen Adventskalender für ihn zu kaufen. Einen Feuerwehrmann Sam Kalender, bei dem hinter jedem Türchen ein kleines Buch steckt. Das ist ok, immerhin keine Schokolade, und er steht auf Feuerwehrmann Sam. Fragen wäre zwar nett gewesen, aber was soll´s! Somit hat Söhnchen also jetzt schon zwei Adventskalender. Bereits beim Weltspartag hatten wir gesehen, dass es auch diese Jahr wieder Blanko-Kalender zum selbst anmalen gibt. Wenn man dann den selbst bemalten Kalender wieder bei der Bank abgibt, füllt diese ihn mit Schokolade. Natürlich haben wir so einen Kalender damals mitgenommen, klar. Also hat mein Sohn damit schon drei Adventkalender. Ich bin ein Winterkind und hatte kürzlich Geburtstag. Eine Freundin, die mich deshalb am Abend besuchen kam, hatte, ihr ratet es, einen Adventskalender für meinen Sohn dabei. Mit Schokolade gefüllt. Somit hat er nun also vier Adventskalender, zwei mit Schokolade und zwei mit (fast) zuckerfreiem Inhalt. Aber selbstverständlich möchte Oma 2 ihrem heißgeliebten Enkelchen auch etwas Gutes tun. Und da er, wer hätt´s gedacht, und wie ihr außerdem in meinem witzigen Beitrag „Nutella, Überraschungsei & Co.“ lesen könnt, auf Überraschungseier steht, hat sie mich gefragt, ob sie ihm einen Überraschungsei-Adventskalender kaufen darf. Ich rechne ihr hoch an, dass sie überhaupt gefragt hat und es nicht einfach getan hat. Ich böse, böse Schwiegertochter/ Mama habe allerdings direkt verneint und gebeten, keinen weiteren Adventskalender zu besorgen. Natürlich war meine Schwiegermutter herb enttäuscht ob meiner Antwort und ich war mir nicht sicher, ob demnächst nicht doch – ups – plötzlich dieser Überraschungsei Kalender bei uns auftaucht. Und jetzt ratet mal! Wer weiß, was passiert ist? Nein, nicht ganz. Meine Schwiegermutter hat sich, wahrscheinlich unter Aufbietung all ihrer Kräfte, gegen den Ü-Ei Kalender entschieden und ihm „nur“ einen kleinen Schokokalender von Lindt besorgt. Für uns Erwachsene hat sie allerdings auch jeweils einen großen derselben Marke gekauft. Und es kam, was kommen musste: Sohnemann war sehr enttäuscht, dass er „nur“ einen kleinen bekommen soll und hat direkt einen der großen für sich beansprucht. Natürlich.

Jetzt hat der dreijährige Mini-Mann also fünf Adventskalender. FÜNF!!! Das ist definitiv inflationär. Da kann ich dann direkt dem Weihnachtsmann sagen, dass er dieses Jahr nicht kommen braucht, denn bis zum Heiligabend ist mein Sohn mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten mehr als ausreichend eingedeckt.

Hier übrigens ein paar Bilder des Kalenders, den ich für meinen Kleinen gebastelt habe:

Meine gerade 13 Monate alte Tochter bekommt dieses Jahr keinen Adventskalender. Sie hatte letztes Jahr einen, man glaubt es kaum! Da war sie gerade 2 Monate alt! Hat sie geschenkt bekommen. Und er war wirklich toll, keine Frage, der Inhalt zumeinst auch sinnvoll. Aber wer hat die kleinen Päckchen aufgepackt und den Inhalt für sich beansprucht? Klar, der große Bruder.

Aber dieses Jahr bekommt sie keinen. Sie versteht noch nicht, was es damit auf sich hat, was soll das also? Und der Nikolaus kommt ja auch noch! Das ist also eine einzige Schenkerei im Dezember. Und als Quittung darf ich mir wieder das ganze Frühjahr lang die Frage anhören, wann denn endlich, endlich!!! wieder Weihnachtszeit ist. Der Osterhase rettet mich dann irgendwann und danach ist -gelobt sei der Sommer – erst mal Ruhe. Bis schon wieder – schwupps- Weihnachten vor der Tür steht.

 

„Immer bastle ich allen Adventskalender, sogar meinem Ex-Mann, und NIE bekomme ich einen“, durfte ich mir neulich anhören. Das wollte ich nicht auf sich beruhen lassen. Da besagte Beschwerdeführerin meinen beiden Mäusen im letzten Jahr ganz tolle Kalender gebastelt hatte, dachte ich,  ich mache das dieses Jahr also dann für sie. Und als ich ihn ihr übergeben habe, haben ihre Augen geleuchtet und sie hat sich vor Freude fast überschlagen. Das war mir ein wunderbarer Dank und ich habe mich sehr gefreut! Da bastle ich doch gerne Adventskalender, wenn ich solch eine Rückmeldung bekommen. Der Inhalt dreht sich natürlich um das, was Frau immer braucht: Beauty-Kram, wie Gesichtsmasken, Nagellack, Handcreme, aber auch Süßkram und Kuschelsocken sowie solch verrückte Dinge wie ein Mülleimerdeo. Was es alles gibt!

Und so sieht er aus:

 

Was ist eure Erfahrung mit dem Thema Adventskalender? Ist manchmal nicht weniger mehr? Oder kann es zur Weihnachtszeit einfach nicht genug von Allem geben?

Auf jeden Fall wünsche ich allen ab demnächst ein fröhliches Türchen- und Päckchenaufmachen! (Wird bei uns jeden Morgen ne Menge Zeit in Anspruch nehmen, bei 5 Kalendern 🙂  )

Eine frohe Adventszeit!!!

Nachtrag zum Nikolaus

Hier ein kleiner Nachtrag. Muss sein. Denn mittlerweile war Nikolaus und der Bärtige war sehhhr fleißig. Nicht nur, dass mein Sohn gleich 5 Adventskalender hat, auch der Nikolaus hat ihn ganze 5 mal beschenkt!!! Natürlich war er nachts in unserer Wohnung und hat die Stiefel mit Geschenken gefüllt. Nummer 1. Als wir los zum Kindergarten wollten, haben wir gesehen, dass der Fleißige auch noch etwas an der Wohnungstür abgestellt hat. Nummer 2. Und selbstverständlich war er auch im Kindergarten. Nummer 3. Am Nachmittag dann, auf dem Weg in die Bücherei, war der Nikolaus plötzlich auf dem Marktplatz und hat Audienz gehalten. Hier gab es dann Geschenk Nummer 4. Und zu guter Letzt hat er doch tatsächlich auch noch etwas bei der Tante hinterlassen. Nummer 5.

Unfassbar.

Da kann der Weihnachtsmann nur noch gegen abkacken. Fünf Adventskalender und fünf mal Geschenke vom Nikolaus! So viel kann der Weihnachtsmann gar nicht schleppen, um das aufzuwiegen. Und was das für Erwartungen an ihn macht!?! Da bin ich doch jetzt echt mal auf den 24. gespannt…

Ich werde berichten.

3 Kommentare zu „Die Adventskalender-Inflation ( + Tipps fürs Befüllen und Verpacken)

  1. Weihnachten ist bei uns jedes Jahr wieder ein Kampf gegen den Irrsinn und das Zuviel – manchmal klappt das gut, manchmal überhaupt nicht. Diesmal gibt es einen ganz einfach mit Süßkram befüllten Kalender für die Kids, nachdem die sorgsam ausgesuchten Befüllungen im letzten Jahr nicht wirklich geschätzt wurden und fast so teuer in Summe wie die eigentlichen Weihnachtsgeschenke waren. Das weniger ist mehr geht weiter, umso leichter, da wir keinen „Omaterror“ abzuwehren haben.

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