Tipps für die Adventszeit mit Kindern

„Mamaaaa, wann ist ENDLICH Weihnachten?“, fragt mich mein Sohn schon im September, sobald die ersten Schokonikoläuse in den Läden stehen. Er kann es jetzt gar nicht mehr abwarten und daher stellt er diese Frage bis zur tatsächlichen Weihnachtszeit gefühlte 3 Trillionen Mal. Irgendwann wandelt sie sich ein bisschen ab, dann klingt sie so: „Mama, wann ist den endlich Adventszeit?“. Denn dann, das weiß er, gibt es endlich den heiß ersehnten Adventskalender (oder in unserem Fall unglaubliche FÜNF ! Wie es dazu kam, könnt ihr hier nachlesen ) sowie Plätzchen und anderen Süßkram. Und der Nikolaus kommt dann auch ganz bald. Die Vorfreude ist also riesig.

Was soll man aber in der Adventszeit mit den Knirpsen machen, außer unzählige Male die oben gestellten Fragen zu beantworten? Das Internet ist sicherlich voll von Anregungen und Ideen. Hier aber ein paar von mir:

 

Der Countdown

Wann ist es endlich soweit? Wann darf man das erste Türchen öffnen, wann kommt der Nikolaus, wann darf man die Kerzen auf dem Adventskranz anzünden, und vor allem: wann ist endlich Heiligabend?

Mein dreijähriger Sohnemann hat noch kein Zeitbegriff, und nachdem ich täglich geantwortet habe mit:“ Noch soundso viel mal schlafen“, war mir das irgendwann zu mühsam. Also haben wir einen Dezember-Countdown gebastelt. Hier ist jeder Tag wie in einem Kalender eingetragen, die Adventsonntage sind mit 2 bis 4 Kerzen gekennzeichnet, um den Heiligabend ist ein gelber Kranz gemalt, an Nikolaus ist ein Stiefel zu sehen, und selbst Silvester ist mit bunten Sternen gekennzeichnet.

Dieser kleine Kalenderauszug hängt jetzt bei uns am Kühlschrank und der Mini-Mann verschiebt jeden Morgen einen kleinen silbernen Magneten auf den Tag, der gerade anbricht. So hat er genau im Blick, wann was statt findet und ich muss nicht mehr so viele Fragen beantworten. Eine Win-Win Situation also 🙂

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Der Adventskranz

„Mama, ich helfe dir!“, sagt mein Sohn voller Eifer. Oh je, denke ich. Das wird was werden. Aber wie es manchmal so ist, habe letztlich ich das meiste gemacht und der Kleine hat staunend zugesehen und die meiste Zeit mit den beiden Hirschen, die den „Kranz“ schmücken, gespielt. Kerzen anzünden und auspusten steht jetzt als nächstes hoch im Kurs.

 

Die Krippe

Wir stellen jedes Jahr eine Krippe auf, die tatsächlich täglich mit großen Staunen betrachtet wird. Sie steht etwas erhöht auf einem Schrank und damit weit über Blickhöhe meines Sohnes. Also muss ich ihn täglich auf den Arm wuchten, uff!, um mit ihm vor der Krippe zu stehen und ihm immer wieder zu erklären, wer wer ist. Er findet es ganz toll und bewundert die Figuren immer wieder gerne. Natürlich müssen alle auch regelmäßig betatscht werden, klar.

Meine 14 Monate alte Tochter sieht so etwas zum ersten Mal. Sie starrt den Stall und die Figuren ehrfürchtig mit großen Kulleraugen an und kuschelt sich dabei in meinen Arm. Anfassen will sie die Figuren nicht und sie ihr zu nahe vors Gesicht halten ist auch nicht drin. Sie scheint sich nämlich noch nicht ganz sicher zu sein, ob sie das Ganze mag, oder ob sie doch lieber Angst davor hat. Sind wir mal aufs nächste Jahr gespannt.

Übrigens: Im letzten Jahr haben wir zunächst nur den Stall aufgestellt, weil wir tagelang die zugehörigen Figuren verzweifelt im Keller gesucht haben. Bis diese dann endlich aufgetaucht sind, hatte der damals zweijährige Sohnemann eine tolle Idee, die wir gleich umgesetzt haben. Wir haben den Stall mit jeder Menge Lego Figuren und Tieren ausgestattet. Das sah auch witzig aus und der Kleine war immer wieder beschäftigt damit, die Figuren umzustellen, und hatte einen Mordsspaß dabei. Ein super Zeitvertreib!

 

Fensterbilder

Das ist wahrlich kein Geheimtipp, ok. Aber ich will es trotzdem kurz erwähnen. Diese selbsthaftenden Folien gibt es nahezu überall in allen möglichen Varianten. Letztes Jahr hat mein Mann im Schlussverkauf noch weihnachtliche Micky Mouse und Winnie Puuh Fensterbilder gekauft. Als ich meinen Sohn beim schief und kopfüber aufkleben dieser Figuren beobachtet habe, sagt er mittendrin plötzlich „Winnie Puuh finde ich ganz schön doof, Mama.“ „Warum denn das? Sollen wir die Bilder dann gar nicht aufkleben?“, habe ich gefragt. „Doch, doch. Jetzt für die Weihnachtszeit ist das schon ok. Danach kommt´s halt weg“, erklärt mein Sohn ganz trocken und lapidar. Nächstes Jahr suche ich also einfach nach Fensterbildern mit Batman oder Spiderman im Weihnachtskostüm 😉

Übrigens: Wir haben beinahe das ganze Jahr über irgendwelche Fensterbilder im Kinderzimmer kleben. Es gibt ja auch Saison neutrale. Der Mini-Mann hat nämlich eine riesen Spaß dabei, die Bilder immer wieder abzuziehen und woanders hin zu pappen. Und so ist er beschäftigt.

Nur darüber, dass das Fenster immer aussieht wie Sau und ständig Fingerabdrücke und klebrige und schleimige Substanzen darauf kleben, darf man sich dann nicht ärgern. 🙂

 

Riesenkartons

Dank der bevorstehenden Bescherung sammeln sich im Laufe der Zeit einige Kartons an. Dass diese in Verbindung zu Weihnachten stehen, blicken die Minis ja noch nicht. Super ist aber, wenn dann mal ein Karton dabei ist, der groß genug ist, damit die Minis rein passen. Und so einen haben wie gerade. „Mama, der ist sooo toll, der soll für immer hier bleiben“!, befiehlt mein Sohn, als er zusammen mit seiner Schwester wieder einmal darin sitzt und Piratenschiff spielt. Soll mir recht sein. Bleibt er halt für immer, also bis er kaputt gespielt ist, hier. Die Zwerge sind beschäftigt und Mama ist glücklich. Was will Frau mehr?

 

So. Dinge wie Plätzchen backen, basteln, im Schnee spielen, Weihnachtslieder singen etc müssen glaube ich nicht extra lang und breit dargestellt werden. Im Dezember kann es mit Kindern also eigentlich gar nicht langweilig werden.

Und wenn es Mama mal zu langweilig oder nervig wird: es ist ja jetzt Glühweinzeit 😉

 

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