Der 23. Dezember: King of Chaos – DIY Stress, backen und Geschenke einpacken – How to survive?

Mit Sekt. Um obige Frage zu beantworten. Warum ich dort aufs Englische verfallen bin kann ich ehrlich gesagt nicht mal erklären. Also. Sekt. So dachte ich. Zur Hilfe beim „letzter-Tag-vor-Weihnachten“ Stress. Denn wie jedes Jahr ist es eben doch wieder stressig. Und mit einem Schlückchen, oder zwei oder drei, läuft einem das Letzte-Dinge-erledigen dann halt doch besser von der Hand.

Aber erstens ist kein Sekt im Haus (und die Unmengen an Hochprozentigen, die man zu Geburtstagen etc. bekommt und unsere Schränke seit Jahren füllen und sich dort selbst konservieren, sind vielleicht dann doch zu heftig) und zweitens bin ich noch immer etwas angeschlagen.

Denn dieses Jahr habe ich einen fatalen Fehler gemacht: Ich bin krank geworden! Ahhhh! So richtig. Mit ekelhaftem Schnupfen, Reizhusten und vor allem einer Birne, die beständig kurz vorm Platzen war. Jedes Geräusch, jeder Lichtstrahl war zu viel. Oh je. Das 6 Tage vor Weihnachten und mit 2 Kindern. DAS GEHT SO NICHT! Aber es musste. Und es ging.

Nach drei Tagen im Bett liegen war ich dann halt etwas im Zeitverzug. Also hurtig ran ans Werk. Alles kaufen für:

  • den Kuchen, der für den 24. gebacken sein will
  • den selbstgemachten Eierlikör zum Verschenken
  • den selbstgemachten Schoko-Sahne-Likör zum Verschenken
  • die selbstgemachten gebrannten Mandeln zum ….. ihr habt das Muster erkannt

Und vor allem: ENDLICH die Geschenke einpacken. Darf jetzt halt nichts mehr fehlen, denn jetzt ist die Deadline rum. So.

Auf in den Kampf.

Der Kuchen. „Mama, ich helfe dir“, sagt mein Sohn. Umpf. Mist. Er will also unbedingt „helfen“. Ok. es ist 9 Uhr morgens, wir haben Zeit, dann geht das schon und ich lasse ihn halt gefühlte 20 Minuten im Teig rumrühren. Irgendwann steht das Ding im Ofen. Und ich merke – Shit, da tropft ja jede Menge Saft aus dem Kuchen auf den Boden des Ofens. Dann darf ich diesen also erstmal putzen bevor später die gebrannten Mandeln rein kommen. Als wäre mir sonst langweilig. Ahhh. Aber was soll´s.

Während dessen geht mein Mann“noch mal schnell in den Spielzeugladen“. Warum auch immer. Ist ja nicht so, als würde derzeit mein halber Kleiderschrank von Geschenken für den Mini-Mann belagert. Aber okay. Das Gespräch dazu lief so.

Mann: “ Ich geh nur mal kurz gucken. Vielleicht gibt´s ja was tolles.“

Ich: “ Der Weihnachtsmann bringt wirklich genug!“

Mann:“ Nur mal kurz gucken. Ehrlich.“

Ich, dich ich meinen Mann kenne: “ Bitte kaufe moderat.“

Sohn: „Mama!? Warum hast du Motorrad gesagt?“

Ich: „Nein, Schatz. MODERAT, nicht Motorrad. Das heißt der Papa soll nur wenig kaufen.“

Sohn guckt verständislos und dreht sich weg.

 

Als nächstes der Schoko-Sahne-Likör. Alles rein in den – ich gebe es zu – Thermomix. Schalter an, fertig. Probieren – lecker- umfüllen. Passt. Thermomix putzen.

Anruf Mann, der mit der Tochter unterwegs.

Er: „Ich habe nur ganz wenig gekauft.“ Es folgt eine lange Liste von unnötigem Kleinkram.

Ich: „Mh.“

Er:“ Du. Da gibt es eine Holzküche. Die ist runter gesetzt. Soll ich die für die Kleine kaufen?“

Ich:“ NEIN: Wo sollen wir die denn noch hinstellen? Außerdem ist sie gerade erst 1 geworden. Über eine Küche können wir noch in 1-2 Jahren sprechen.“

Wider Erwaten kam er tatsächlich ohne Küche heim.

 

Dann die gebrannten Mandel. Alles rein in – kleinlaut gebe ich es wieder zu – den Thermomix. Warten. Warten. Warten. Alles auf ein Backblech legen und in den Ofen schieben. Vorher noch „nach Belieben“ Rohrzucker drüber streuen. Mann, da freue ich mich aber über diese genaue Angabe. Nach Belieben. Mh. Mach ich halt mal. Und dann warten bis nach ca. 10 Minuten der Zucker Blasen wirft. Ich warte. Und warte. Und warte. Bis weit nach den 10 Minuten sehe ich keine Blase, nicht mal was Blasenähnliches. Das läuft ja. Irgendwann hole ich die Mandeln einfach raus, haue ordentlich Puderzucker drüber und probiere. Passt. Könnte süßer sein, aber passt. Beim nächsten Mal weiß ich, dass „nach Belieben“ eigentlich „Viel“ heißt.

Der Eierlikör. Alles rein in – ich traue mich gar nicht mehr es zu sagen – den Thermomix. Warten – probieren – leeeeecker!- umfüllen.

Anschließend sperre ich mich im Schlafzimmer ein um die Massen an Geschenken zu verpacken. Spätestens jetzt hätte ich den Sekt wirklich nötig. Aber ein Hustenbonbon muss reichen. Gefühlte zwei Stunden später bin ich endlich fertig. Mit einpacken und fix und.

Und wenn der Tag eh schon knüppelvollgepackt ist, ist es jetzt vollends egal, dass noch mal eben jemand vorbei kommt um unsere auf Ebay verkaufte Babywippe abzuholen, wir dem Sohnemann kurz noch die Haare schneiden, damit der Weihnachtsmann keine Haarklammern bringen muss und wir die Kids anschließend in die Wanne verfrachten.

Und ich all dem Stress habe ich doch tatsächlich vergessen die überlebensnotwendigen 1-3 Tassen Kaffee zu trinken!

Ach Leute, was war´s wieder schön heute. Alle Jahre wieder eben. Jetzt leg ich erstmal die Beine hoch und genehmige mir ein Schlückchen von meinem selbstgemachten Eierlikör.

Prost und ein Frohes Fest euch allen!

 

 

6 Kommentare zu „Der 23. Dezember: King of Chaos – DIY Stress, backen und Geschenke einpacken – How to survive?

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